Yearly Archives: 2018

09Nov/18

Neues aus Serlo

Liebe Familienmitglieder, Freunde Serlos und Sponsoren,

es ist schon wieder einige Zeit her, dass wir voneinander gehört haben. Allen wollen wir danke sagen, die beim “Familienfest” in Pasing dabei waren. Es war für Rinpoche ein freudiges Erlebnis Sie alle zu sehen und um sich zu haben. Er hatte auf diesem Wege die Möglichkeit jeden von uns persönlich zu treffen, um ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Da heuer die Besuchszeit mit den Sherpas in Holland, die ja auch zu unserer ” Familie” gehören, auch wenn wir sie nicht kennen, geteilt wurde, so war es doch schön, und es war wieder eine wunderbare Energie bei unserem Treffen. Ein jeder von uns konnte etwas Kraft mitnehmen und Rinpoche selbst hat mir gesagt, dass dieses “Familientreffen” für ihn eine Kraftquelle ist.

In Belgien gibt es eine Sherpacommunity von ca. 350 Sherpas, die durch Rinpoches Besuch die Möglichkeit haben ihre Kultur zu erhalten. Rinpoche gibt dort für die Sherpakinder, die schon in Europa geboren sind, Unterricht in der Geschichte ihres Volkes, in den Tänzen ihrer Ahnen und erzählt ihnen von der Heimat ihrer Eltern und Großeltern. Die Kinder sitzen stundenlang da und fragen und fragen und lauschen Rinpoches Worten. Die Eltern der Sherpakinder bitten Rinpoche um Haussegnungen und Hausreinigungen sowie um Besuche bei Alten und Kranken. Dieser Bitte kommt Rinpoche gerne nach. Betonen möchten wir, dass diese Besuche NICHT von Spendengeldern bezahlt werden, sondern von den Sherpas selbst finanziert werden.

Soviel zu Rinpoches diesjährigem Besuch. Zur Zeit laufen in Serlo, die Ausbesserungsarbeiten von Erdbebenschäden, welche erst jetzt zutage treten. Wir haben jetzt ca. 120 Mönche im Kloster und wir freuen uns über jedes neue Klostermitglied, da so eine Abwanderung nach Kathmandu oder Arabien vermieden wird. Ca. 30 Sherpas arbeiten täglich im Kloster oder in den Häusern der Leute, die Hilfe brauchen, und werden von Rinpoche (und mit Hilfe Ihrer Spenden) bezahlt und können so ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten.

Im November findet das 25-jährige Jubiläum von Serlo unter der Betreuung von Rinpoche statt. Aus diesem Anlass wird es eine mehrtägige Zeremonie unter der Leitung von Rabjam Rinpoche, Sang Sang Rinpoche und unter der Anwesenheit von Yangsi Trulshik Rinpoche geben. Es werden Belehrungen und Mantra-Rezitationen, Gebete für den Weltfrieden und für uns Freunde Serlos stattfinden. Es werden zwischen 3000 und 4000 Mönche erwartet. Dies ist für das Kloster mit Rinpoche und den Mönchen eine riesige Herausforderung. Die einheimischen Sherpas beteiligen sich an der Verpflegung der Besucher. Die Veranstaltung wird in Sherpa-  und tibetischer- Sprache abgehalten. Diese Veranstaltung gehört zur Kultur der Sherpas, da für diese Menschen die Teilnahme am Klosterleben zum Alltag gehört. Ich habe in all den Jahren erleben dürfen wie die Leute durch ihre Kultur und der damit verbundenen Philosophie des Buddhismus gelernt haben, mit Ängsten, Naturkatastrophen und Schicksalsschlägen umzugehen. Ich hoffe das auch ich, während meiner vielen Reisen ins Solu Khumbu, etwas davon gelernt habe.

In der Bildergalerie finden Sie einige aktuelle Bilder.

Ihnen und Ihren Lieben ein herzliches Tashi delek!

Ihr Karl Frass

09Nov/18

Aktuelle Eindrücke aus Serlo

23Jul/18

Familientreffen in München

Jedes Jahr besucht Tulku Pema Tharchhin Lama Rinpoche auf Einladung vieler Unterstützer einige Länder in Europa, um über seine Arbeit und die Fortschritte im Kloster zu berichten, aber auch um gemeinsam mit Freunden wichtige Zeremonien zu feiern. Dieses Jahr war Rinpoche auch wieder zu Gast in München und es war ein tolles Erlebnis, am 15. Juli gemeinsam mit vielen Freunden des Kloster Serlo einer Puja mit Rinpoche beizuwohnen.

Der Raum in der Pasinger Kulturfabrik war schön und liebevoll hergerichtet und die Zeremonie wunderbar vorbereitet. So wurden z. B. die Gaben für das Tsok, die Rainer Ehrle von seinem Obsthof am Bodensee beigesteuert hat, in Schalen verteilt, für die Pausen wurde eine Dia-Präsentation mit alten und neuen Fotos aus Serlo erstellt und für die Übersetzung der wichtigsten Schritte der Zeremonie war ein kundiger Übersetzer dabei. Auf den Stühlen aller Gäste lag ein Licht bereit – für die Lichtopferung –  und zur Einstimmung gab es ein wunderbares Klangschalen-Duett.

Rinpoche hatte im Vorfeld gesagt, er empfindet, dass in Anbetracht der aktuell schwierigen Zeiten auf der Welt diesmal verschiedene Schwerpunkte bei der Puja eingebunden werden sollten.

  1. Teil: Eine Langlebenszeremonie für alle Anwesenden und deren Angehörige sowie für alle lebenden und fühlenden Wesen, zu denen auch die Umwelt gehört.
  2. Teil zur Beseitigung von Hindernissen: Rinpoche hat derzeit den Eindruck, dass wir mit mehr Hindernissen und Sorgen belastet werden wie die Jahre zuvor. Daher durften alle Gäste auf kleinen Zetteln Sorgen, Wünsche und Hindernisse aufschreiben. Rinpoche nimmt diese mit nach Serlo, um sie im Kreise der Mönche in einer Feuerzeremonie zu verbrennen und um Erfüllung bzw. Beseitigung zu bitten.
  3. Medizinbuddha Praxis: Es geht hier um die Anrufung und Visualisierung des Medizin-Buddhas in seinem Palast, erfüllt mit blauem Licht. Wir können dieses Licht aufnehmen bis wir “aufgefüllt” sind und es dann an alle anderen weitergeben. Wir können dies nur tun, wenn wir genug Kraft und Energie in uns haben – nur dann können wir auch anderen helfen.
  4. Teil: Die Lichtopferung. Nach der Geschichte Buddhas leben wir jetzt in einem “Darkness Kyalpa”, d. h. Dunkles Zeitalter. Es ist für die Menschheit, die Tiere, die Pflanzen und die Umwelt gerade eine schwieirge Zeit. Depressionen, Sorgen, Krankheit etc. begleiten uns mehr als sonst. Mit der Opferung der Lichter erbitten wir Licht in unseren Herzen und gute, positive Gedanken.
  5. Zum Abschluss wurde ein” TSOK” in Form von Opfergaben gefeiert, d. h. wir haben das Obst, die Nahrungsmittel und Süßigkeiten, all unsere guten Gedanken und Verdienste, die wir durch unsere Feier erworben haben, den Buddhas geopfert. Da diese Speisen geweiht wurden, durfte jeder von uns die entsprechenden Gaben mit nach Hause nehmen. Und wir haben ein “Tütsi” bekommen – eine Flüssigkeit zum Trinken, die wir in die Hände bekamen und auf unser Haupt verteilt. Dies symbolisierte den Weisheitsnektar.

Es waren wunderbare Stunden und ich sage Danke an alle, die die schöne Feier vorbereitet und begleitet haben. Es ist schön, Teil dieser Familie zu sein. Tashi delek.

Anja Wilde

Fotos: Marita Wagner

14Mai/18

Besuch aus Deutschland

Regelmäßig besuchen Mitglieder des Freundeskreis Serlo das Kloster im Rahmen privater Reisen. Gerade war Rainer Ehrle in Serlo und hat aktuelle Fotos geschickt.