Monthly Archives: November 2017

29Nov/17

Neuigkeiten aus dem Kloster

Liebe Familienmitglieder, liebe Freunde Serlos, sehr geehrte Sponsoren und Helfer,

wir melden uns heute, um wieder einmal zu berichten, was Dank Ihrer Hilfe alles geschehen konnte.

Die Arbeiten am Kloster sind nach wie vor im Gange, wenn sie auch langsam zu Ende gehen. Jetzt kommen die notwendigen Reparaturen der Monsunschäden. Der Monsun ist dieses Jahr, wie wir alle im Fernsehen sehen konnten, extrem heftig und lange ausgefallen. Die Sherpas und Rinpoche jammern nie, sie sagen einfach“ ES IST SO„. Dies hilft mir wieder einmal, die Worte von Trulshik Rinpoche zu verstehen: „Das Wort SORGE kennen wir im Tibetischen nicht, da Dinge, welche wir verändern können, keiner Sorge sondern einer Änderung bedürfen; Dinge, welche wir nicht ändern können, gilt es hinzunehmen und damit zu leben.“ Für diese Worte bin ich ihm mein ganzes Leben dankbar, auch wenn es manchmal schwer ist sie zu beherzigen.

 

Das Bild zeigt uns die Mönche nach dem Dreimonatsretreat. Zwei Wochen dieses Retreats verbringen die Mönche im Dschungel außerhalb der Sichtweite ihrer Freunde und von  anderen Mönchen. So lernen sie Ängste zu überwinden und zu beherrschen. Es fällt mir oft schwer zu verstehen, wenn diese jungen Männer sagen, ich bin glücklich ein Retreat machen zu dürfen. Diese Erlaubnis bekommen sie von Rinpoche nach Devination über ihre Eignung. Die restliche Zeit verbringen sie mit Niederwerfungen, Rezitation von Mantren, Meditation sowie bein Studium der verschiedenen Bücher, die sie in ihre Retreatzellen mitnehmen. Einen besonderen Teil davon verbringen sie mit Gebeten und Mantras für alle lebenden Wesen sowie speziell für uns Alle, die wir es ihnen durch unsere Hilfe ermöglichen im Kloster zu leben.

Es gibt neue Bewohner: Hühner, die Dank einer Spende angeschafft werden konnten; sie haben eine glückliche Zukunft vor sich, da keines der Tiere im Kloster getötet wird. AlleTiere haben dort eine Heimat bis zum Ableben. Die gilt auch wenn sie keine Eier, oder wie die Kühe keine Milch mehr liefern können.

 

 

Zukunftspläne

Natürlich gibt es auch Zukunftspläne, bei denen wir auf Ihr Hilfe angewiesen sind: Im Kloster leben jetzt 120 Mönche. Da die Betreuerin der Medizinstation in Junbesi (der nächste Ort vom Kloster) in Deutschland ist und ihre Rückkehr ungewiss ist, möchten wir gerne eine Medizinstation im Kloster für die Mönche und alle Sherpas in der Umgebung (1 – 2 Tagesmärsche) einrichten und mit einem Amchila (tib. Arzt nach 5-jähriger Ausbildung) kontinuierlich zu besetzen.

Es wurden auch die Manimauern, die wichtiger Bestandteil der Sherpakultur sind teilweise oder völlig zerstört. Wir möchten diese Manimauern mit Ihrer Hilfe wieder aufbauen lassen. Die alten zum Teil 300 Jahre alten OM MANI PADME HUM Steine, die von Hand gemeißelt wurden, können wieder verwendet werden. Dieses für die Sherpas wichtige Kulturgut brauchen sie für sich als Schutz und Begleitmittel auf ihren Wegen. Ich habe Rinpoche gebeten uns mitzuteilen wieviele Mauern zerstört wurden und die Kosten der Erneuerung zu schätzen. Sebstvertständlich werde ich diese Informationen an Sie mit der Bitte um Ihre Hilfe weiterleiten. DANKE !!!!!

Jetzt wünscht Ihnen der gesamte Vorstand des Freundeskreis Serlo eine gute, gesunde und vielleicht ruhige Zeit.

Tashi Delek und Shuk Ten Sha
Karl Frass